Zur Zeit befinde ich mich wiedereinmal in schönen Schweden. Letztes Jahr was ich mit zwei Freunden einige Zeit mit dem Wohnmobil von Västerås nach Göteborg unterwegs. Ich habe in der Zeit den schönsten See der Welt gesehen und die Gegend sehr genossen. Ich kann die Strecke wirklich empfehlen, wenn man mit Wohnmobil oder Zelt unterwegs ist.

Dieses Jahr hatte ich glücklicherweise, dank einer Konferenz in Lund, wieder die Chance nach Schweden zu kommen. Diesmal deutlich weiter südlich als letztes Jahr. Lund befindet sich in der Provinz Skåne und etwa 20 Kilometer nördlich von Malmö. Mit seinen 100.000 Einwohnern ist es ungefähr so gross wie Erlangen, hat aber tatsächlich eine noch grössere Universität. 46.000 Studenten absolvieren an der Universität von Lund ihr Studium. Meine Gastgeberin hier meinte auch, dass alle Studenten irgendwie auf dem Stadtgebiet Leben, was zu einer enormen Platznot führt. Aktuell sind gerade Ferien, daher bekomme ich nicht so besonders viel von diesen Studentenmassen mit.

Das Universitätshuset Die Unibibliothek Ein weiteres Universitätsgebäude, dessen Namen ich nicht weiss

Während der Woche hatte ich nicht besonders viel Zeit mir die Stadt anzuschauen, da ja nebenbei auch noch Konferenz war. Aber Lund ist schon ein wirklich schönes Städtchen, und von grad der niedlichkeit mit Rothenburg o.d.T. vergleichbar, was nahe meines Heimatortes liegt. Die Gebäude sind hier zu einem sehr grossen Teil in Backstein gehalten und es gibt wirklich viele alte Gebäude. Es hat wirklich eine erstaunliche Wirkung auf das Stadtbild, wenn eine Stadt nie wirklich zerstört wurde. Allerding hat man hier auch sehr schnell das allermeiste gesehen. Wie es meine Gastgeberin gesagt hat: "Alles ist 20 Minuten entfernt, alles".

Am Samstag, meinem ersten freien Tag, hab ich mir dann ein Fahrrad gemietet um die Gegend ein bischen zu erkunden. Allerdings dafür, dass Lund von sich behauptet eine Fahrrad Stadt zu sein, ist es ausserordentlich schwierig ein Fahrrad zu leihen. Weil scheinbar alle Läden die Fahrräder verleihen in den letzten Jahren das Angebot eingestellt haben. Ende vom Lied: Ich konnte mir am Samstag um 11 Uhr ein klappriges Damenrad mit einer 3 Gang Nabenschaltung für 25 EUR leihen. Naja, aber immerhin: fahrbarer Untersatz. Was man dann als Gegend zu sehen bekommt ist auch durchaus ansprechend. Ich möchte ausserdem vermelden, dass ich mich 65 km auf diesem Drahtesel, GEGEN den Wind, gekämpft habe.

Kyrka in Dalby Eine Windmühle Der Öresund

Am Sonntag hab ich mich dann mittels "Fahrrad" Richtung Malmö begeben. Ich muss sagen: Minder begeistert. Es ist eine ganz nette Stadt, hat ein paar schöne Ecken, aber so wirklich vom Hocher gerissen hat es mich nicht. Mag auch daran liegen, dass das Wetter nicht ganz so grossartig war wie gestern. Aber Malmö, was direkt am Öresund liegt, ist halt doch nur eine Industriehafenstadt. Von Malmö aus geht auch die Öresundbrücke Richtung Kopenhagen, welche ich auch am Dienstag wieder nehmen werde um zurück zum Flughafen zu kommen. Es ist nämlich so, dass man nach Lund am besten kommt, wenn man nach Kopenhagen (Dänemark!) fliegt und dann mit dem Zug über die Brücke gondelt.

Die Öresundbrücke